Schützengesellschaft Liestal
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99. Neueneggschiessen

Am vergangenen Samstag machte sich eine Gruppe Schützen auf den Weg Richtung Neuenegg, um am traditionellen Neueneggschiessen teilzunehmen. Das Wetter war prächtig und es versprach, ein schöner Tag zu werden.

Aber wie so oft, auf der Solothurner Seite des Belchentunnels hatte es dichten Nebel. Dieser begleitete uns tatsächlich bis Neuenegg.

Da wir genug Zeit eingeplant hatten, liessen wir uns bei Kaffee, Brötli und Gipfeli nieder und unterhielten uns bereits prächtig.

Doch die Uhr tickte und die Zeit rückte näher, da wir auf dem Dorfplatz Aufstellung nehmen mussten für den Fussmarsch zum Feldstand. Es stellte sich heraus, dass sich aufgrund des Nebels die Abmarschzeit nach hinten verschob. Und so wurden wir mit 10minütiger Verspätung auf den Weg geschickt.

Zügig marschierten wir durch Neuenegg Richtung Sensebrücke um dort auf einem Feldweg den Feldstand zu erreichen. Vereinzelte mussten sich noch umziehen und plötzlich brach Hektik aus. Die Tour 9 (unsere) wurde aufgerufen und wir befanden uns immer noch fast 100m von den Lägern entfernt. Also die Beine unter die Arme geklemmt und in gestrecktem Galopp zu unserem Platz!

Wir konnten uns einrichten, was aufgrund des Schnees eine Herausforderung war, da die Stützen im Schnee versanken und verstellt werden mussten.

Der Blick durch den Diopter verhiess nichts Gutes. Aufgrund des Nebels und des Schnees konnte ich meine Scheibe nicht finden, obwohl als Hilfe auf der linken Seite der Scheibe ein schwarzer Balken stand (nicht mal den habe ich gesehen) und ich die Scheibe Nr. 1, also eine Randscheibe hatte. Ich versuchte mein Möglichstes (Kopf hoch, Kopf tief, Kopf rechts schräg, Kopf links schräg) um durch den Diopter einen Blick auf meine Scheibe zu erhaschen. Alle Anstrengungen waren vergebens. Mir blieb also nur die Hoffnung, dass ich nicht auf eine fremde Scheibe schoss sondern allenfalls Zufallstreffer auf meine Scheibe landete. Mir war klar, das wird nix! Die Anderen der Gruppe schossen munter drauflos, ausser Martin Klaus, dessen Diopter eisbeschlagen war und er ebenfalls nichts sah. Er angelte sich, nach dem Lukas Bürgin fertig geschossen hatte, dessen Gewehr und konnte seine 12 Schuss nachschiessen.

Nach Ende Feuer marschierten wir zu unseren Taschen, packten die Gewehre ein und marschierten fachsimpelnd wieder Richtung Dorf. Nach dem Deponieren des Gepäcks in den Autos machten wir uns auf den Weg in den Sternen, wo für uns ein Tisch reserviert war. Wir verputzten Berner Platte, Schnipo und Rahmschnitzel, diskutierten, verputzten noch ein Dessert und machten uns dann auf den Weg zur Rangverkündigung.

Bald stand fest, dass wir nicht unter den ersten zehn Gruppen waren (mich hat das nicht gewundert, denn ich rechnete mit einer blanken Scheibe). Nach dem Ende der Rangverkündigung konnte ich die Scheiben holen und endlich hatten wir die Möglichkeit zu sehen, was wir getroffen hatten.

Für mich war es ernüchternd: Vier von zwölf Schüssen auf der Scheibe, jedoch alles Nuller! Mich tröstete nur, dass ich eine blanke Scheibe brauchte, um für die Trainings wieder Kopien machen zu können.

Ich nahm das Absenden in Angriff und konnte Pascal Brodbeck mit 33 Punkten den Becher überreichen. Bravo Pascal!!

Rangliste:

1. Brodbeck Pascal           33  Pkt.

2. Bürgin Lukas                 31  Pkt.

3. Umrath Gerd                 30  Pkt.

4. Jost Franco                   23  Pkt.

5. Jack Thomas                19  Pkt.

6. Mangold Fredy             19  Pkt.

7. Klaus Martin                   4  Pkt.

8.Schäfer Monika               0  Pkt. weit abgeschlagen!

 

Nichtsdestotrotz verbrachten wir gemeinsam einen tollen Tag, hatten Spass, haben gut gegessen und pflegten die Kameradschaft.

Ich bedanke mich bei allen Schützen, die am Neueneggschiessen teilgenommen haben und gratuliere Pascal Brodbeck nochmals herzlich zum Gewinn des Bechers!

Moni Schäfer