Schützengesellschaft Liestal
Postfach 75
CH-4410 Liestal

  1. Allgemeines:

    1. Die Benutzer der Schiesssportanlagen sind verpflichtet, zu den Gebäulichkeiten, Anlagen und Einrichtungen Sorge zu tragen. Sie haften für allfällige Schäden.
      Sie sind verpflichtet, alle Schäden unaufgefordert dem Standchef oder seinem Stellvertreter zu melden. Die SPLK entscheidet über die Haftung und damit über die Kostenzuweisung bei offensichtlich herbeigeführten Schäden an Anlagen und Einrichtungen.
      Im Allgemeinen ist ein einvernehmliches Verhältnis zwischen den Vereinen, der SPLK und der GL SSA Sichtern anzustreben.
    2. Die Organe der Schiessvereine haben ihre Mitglieder zur sorgfältigen Nutzung / Benutzung der Schiessanlage anzuhalten und Fehlbare unverzüglich zur Ordnung zu weisen.
  2. Gebühren:

    1. Die von den Schiessvereinen zu entrichtenden Benutzungsgebühren werden von der GL SSA Sichtern in einer Gebührenordnung festgelegt. Diese wird der SPLK zur Genehmigung unter­breitet. Änderungen werden den Vereinen und Organisationen bis 31.12. des laufenden Jah­res für das Folgejahr bekanntgegeben.
  3. Sicherheit / Versicherung:

    1. Die SPLK ist grundsätzlich für den Schiessbetrieb und die Sicherheit verantwortlich.
      Sie delegiert diese Aufgabe an die benutzenden Schiessvereine und Schützengesellschaften.
      Schiessübungen von Vereinen und Schiesssport-Organisationen dürfen nur unter Aufsicht ei­nes ausgebildeten Schützenmeisters abgehalten werden.
      Bei der Durchführung von Schiessübungen sind die Vorschriften des VBS über das Schiess­wesen ausser Dienst, die Reglemente des SSV und die Versicherungsbestimmungen der USS massgebend.
    2. Versicherung:
      Die notwendigen Versicherungen für die Anlagen werden von der GL SSA abgeschlossen. Vereinseigentum ist Sache der Vereine und ist von diesen zu versichern.
    3. Kontrolle:
      Vor jeder Schiessübung auf allen Distanzen hat sich der verantwortliche Schützenmeister der Benutzerorganisation vom ordnungsgemässen Zustand der Anlage zu überzeugen.
      Der Warnsack muss aufgezogen sein.
      Die Absperrungen müssen gemäss Übersichtsplan geschlossen sein.
      Das Schiessgelände muss frei sein.
    4. Elektronische Trefferanzeige 300m / Drehscheibenanlagen 25m:
      Zur Kontrolle und Bedienung der Elektronischen Trefferanzeigeanlagen SIUS ist nur berech­tigt, wer den Instruktionskurs der Firma SIUS mit Erfolg absolviert hat.
      Das gleiche gilt für die Bedienung der Drehscheibenanlagen 25m.
      Alle Störungen an den Anlagen sind unmittelbar nach den Schiessübungen auf dem entspre­chenden Benutzerrapport schriftlich festzuhalten und an die GL SSA zuzustellen (siehe Pt. 4. Administration)
      Beim Schiessen mit dem Stgw 90 sind die Hülsenabweiser vorschriftsgemäss zu montieren.
      Ohne Hülsenabweiser ist das Schiessen nicht gestattet.
    5. Waffen:
      Die Waffenkontrolle vor dem Schiessen ist Sache des Schützen, ebenso ist er für die Entlade­kontrolle am Ende der Schiessübungen verantwortlich.
      Waffen sind offen, nicht in Transportetuis verpackt, gemäss den Vorschriften des VBS in den dazu vorgesehenen Einrichtungen (Gewehrrechen) abzustellen.
      Nach Ende des Gebrauchs wird empfohlen, die Waffen unter Verschluss in den Fahrzeugen zu deponieren.
      Waffen, die nicht vorschriftsgemäss abgestellt sind, werden von den Organen der SPLK ein­gezogen und gegen Entrichtung einer Gebühr wieder ausgegeben.
      Die Gebühr beträgt zurzeit Fr. 10.- pro Waffe und wird dem Konto der Nachwuchsförderung gutgeschrieben.
    6. Unfälle:
      Bei Unfällen steht der Sanitätsraum im Erdgeschoss, der gleichzeitig als Büro des Standchefs genutzt wird, zur Verfügung. Alle Sektoren / Schießstände sind mit einer Notapotheke ausgerüstet und die nötigen Notfallnummern sind beim für solche Fälle zur Verfügung stehenden Telefon angeschlagen. Der Schlüssel für Notfälle ist neben der Türe hinter Glas deponiert.
  4. Administration:

    1. Jeder Benutzungstermin ist auf dem Benutzerrapport zu rapportieren. Für das vollständige Ausfüllen des Rapportes (gem. Muster) ist der Benutzer / Mieter verantwortlich.
    2. Der korrekt ausgefüllte Rapport dient als Basis für die Abrechnung.
      Die Benutzerrapporte liegen in den jeweiligen Sektoren auf, in den 300m-Sektoren bei den Schusszählern, in den übrigen Sektoren jeweils im entsprechenden Abschnitt des Schüt­zenhauses.
      300m: // Sektor 1: Sius 1-26 // Sektor 2: Sius 41-50 // Sektor 3 Sius 51-60
      50m: // Sektor 4a: Scheiben 1-10 // Sektor 4b: Scheiben 11-20 // Sektor 4c Scheiben 21-30
      25m: // Sektor 5: Block 1-4
      10m: // Sektor 6: Scheiben 1-7
      Die Benutzerrapporte sind fortlaufend nummeriert.
      Verschriebene Rapporte sollen nicht vernichtet werden sondern dem richtig ausgefüllten Rap­portexemplar beigelegt werden.
    3. Mängel und Defekte an Anlagen und Einrichtungen sind ebenfalls auf dem Rapport in dem dafür bestimmten Abschnitt aufzuführen.
      Wir bitten um möglichst genaue Angaben um einen effizienten Unterhalt ohne viele Rückfra­gen gewähren zu können.
    4. Die ausgefüllten und vom verantwortlichen Schützenmeister visierten Rapporte werden in den Briefkasten neben dem Standchefbüro eingeworfen.
  5. Schiessbetrieb:

    1. Die GL SSA ernennt einen Standchef und mindestens einen Stellvertreter und umschreibt deren Aufgaben in einem Pflichtenheft.
    2. Wird auf konventionelle Scheiben geschossen, sind die erforderlichen Zeiger von den Verei­nen zu stellen. Die Zeiger haben die Anordnungen des Standchefs zu befolgen.
    3. Nach jeder Schiessübung ist die Anlage vom benutzenden Schiessverein aufzuräumen:
      • Allfälliges Büromaterial und anderes Zubehör versorgen.
      • 50m Scheiben auf den entsprechenden Wagen (bzw. SGL im Schrank) versorgen.
      • 25m Scheiben an den vorgesehenen Plätzen auf den Scheibenwagen versorgen.
      • Schützenläger und Warnerpulte grob reinigen
      • Einsammeln der Hülsen und Leeren der Auffangwannen
      • Leeren der Abfallkübel
      • Aufräumen der Waffenreinigungsplätze
      • Sauberhaltung der zugewiesenen Räume und Munitionsabteile
  6. Standbelegung:

    1. Bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres unterbreiten die Schiessvereine der GL SSA Sichtern einen provisorischen Belegungsplan für das Folgejahr.
      Auf Grund dieser Daten erstellt die GL SSA einen Gesamtbelegungsplan über alle Distanzen.
      Dieser wird an der Terminsitzung im Januar mit den Vertretern der Vereine besprochen und allenfalls zur Zufriedenheit aller bereinigt. Wenn bei Überschneidungen keine Einigung unter den Vereinen zu Stande kommt entscheidet die GL SSA Sichtern endgültig.
      Der Belegungsplan wird in definitiver Fassung in der Anlage angeschlagen und abgegeben an:
      • die Mitglieder der GL SSA Sichtern
      • den Standwart und seine Stellvertreter
      • den/die Pächter/In der Restaurants Gesellschaftsstube der SGL
    2. Bei der Zusammenstellung des Belegungsplanes sind folgende Prioritäten zu berücksichtigen:
      1. Anlässe Gruppe C / spezielle Anlässe wie z.B. Sektionswettkämpfe / Gruppenwettkämpfe
      2. Verbandsschiessen, Feldschiessen, Bezirkswettschiessen
      3. Anlässe Gruppe B
      4. Bundesübungen
      5. Freiwillige Übungen und Vereinstrainings
    3. Mutationen im Belegungsplan sind möglich sofern nicht reservierte Termine tangiert werden. Gesuche für Mutationen sind an den Terminplaner der GL SSA mindestens 10 Tage vor dem ge­wünschten Termin schriftlich einzureichen.
      Mutationen werden als Nachträge mit dem gleichen Verteiler wie in Pt. 6.1 aufgeführt abgege­ben.
    4. Gesuche von nicht Stammsektionen SSA Sichtern, auswärtigen Schiessvereinen und Organisationen sowie Formationen der Armee sind an die Adresse der GL SSA oder direkt an den Terminplaner der SSA Sichtern zu richten.
      Voraussetzungen für eine Bewilligung zur Benutzung sind, dass die erforderlichen Scheiben gemäss Gesamtbelegungsplanung frei sind, die Versicherungsfragen geregelt sind und die Vereine oder Organisationen Gewähr bieten für eine sorgfältige und fachgemässe Benutzung der Anlagen.
      Auswärtige Sektionen / Vereine bezahlen die Gebühren gemäss Gebührenordnung.
      Die Hülsen werden zu Gunsten der GL SSA in den zur Verfügung gestellten Gebinden deponiert. Die Verwertung ist Sache der GL SSA, der Erlös wird der Jahresrechnung gut geschrieben.
    5. Militärischen Formationen im Dienst haben ein prioritäres Benutzungsrecht auf den Scheiben 1-26 der 300m-Anlage an Wochentagen von 07.00 - 17.00 Uhr. Die Vereinbarungen im Waf­fenplatzvertrag sind massgebend. Die Reservationen und Abrechnungen laufen über die GL SSA. Die Entschädigung richtet sich nach dem VR des Heeres resp. nach der Gebührenord­nung. Aus Zwischendistanzen darf nicht geschossen werden.
    6. Termine für Schiessübungen werden gemäss separater Liste bekannt gemacht.
      Die GL SSA hat den Auftrag, die Anlagen möglichst konzentriert zu belegen, um die Schiess­tage auf einem vernünftigen Mass zu halten nach dem Motto: „An weniger Tagen mehr schiessen“.
      Sonntage sollen grundsätzlich nur für Schützenfeste wie das Bezirkswettschiessen, das Eidg. Feldschiessen oder traditionell so gelegte Anlässe freigegeben werden.
    7. Für das Schiessen an Sonn- und Feiertagen sind § 2-8 des Gesetzes vom 26.Sept. 68 über die öffentlichen Ruhetage massgebend.
      Am Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Bettag und am Weihnachtstag darf unter keinen Umständen geschossen werden.
      Die Liste mit den Schiesstagen und Schiesszeiten gilt für alle Distanzen, mit Ausnahme der 10m Anlage, auf welcher mit Druckluftwaffen oder Armbrust geschossen wird. Für diese An­lage besteht eine separate Terminplanung.
    8. Auf den 25m-und 50m-Anlagen darf nur mit Faustfeuerwaffen oder mit Kleinkaliberwaffen geschossen werden.
  7. Waffen und Munition:

    1. Für das Schiessen mit Magnum-Munition und/oder speziellen Hochleistungspatronen ist durch den Schützen eine separate Haftpflichtversicherung abzuschließen.
    2. In der Schiessanlage dürfen grundsätzlich keine Waffen eingelagert werden.
      Ausnahmen können nur bei Einlagerung in einbruchsichere Tresore akzeptiert werden.
      Druckluftwaffen gelten als Ausnahme. Diese sind unter Verschluss in den 10m-Anlage bewil­ligt. Schäden aus Folgen solcher Einlagerungen gehen nicht zu Lasten der SSA Sichtern.
    3. Die Waffen dürfen nur an den dafür bestimmten Plätzen gereinigt werden.
    4. Ordnungsgemässe Lagerung der Munition und der Hülsen in den dafür reservierten Abteilen des Bunkers ist Sache der Vereine. Die Abteile im Bunker sind immer abgeschlossen zu hal­ten.
      Die Haupttüre zum Bunker wird vom Standchef oder der GL SSA geöffnet und geschlossen.
      Die GL SSA, die SPLK und die Gemeinden übernehmen keine Verantwortung für Folgeschä­den von unsachgemäss gelagerter Munition.
  8. Büros und Schlüssel:

    1. Alle Schlüssel der Schiessanlage werden durch den Betrieb der GL SSA Sichtern verwaltet. Doppel dürfen nur von der GL SSA angefertigt werden.
      Der Schlüsselbezug durch Vereine und Vereinsfunktionäre wird mit Quittung geregelt.
      Verluste sind sofort dem Betrieb GL SSA Sichtern zu melden.
      Die Schlüssel zu den Vereinsschränken und Munitionsabteilen im Bunker werden von den zuständigen Schiessvereinen verwaltet. Weitere Exemplare müssen über die GL SSA bezogen werden.
    2. Jedem anerkannten Sichternverein steht ein Büroabteil inkl. Schrank zur Benutzung zur Verfü­gung.
      Die Nischen werden neutral gehalten, der Vereinsname wird nur bei der Durchführung von Anlässen durch den entsprechenden Verein / Gesellschaft ausgehängt.
      Die Schränke sind mit den Namen der Vereine / Gesellschaften beschriftet.
      Die Büroabteile sind beim Verlassen der Anlage in gereinigtem Zustand zu hinterlassen und das Material in den zur Verfügung stehenden Schränken zu versorgen.
      Die Vereinsnamen sind an der dafür vorgesehenen Wand zu deponieren.
  9. Schützenstube:

    1. Der Betrieb der Schützenstube im Obergeschoss untersteht der Aufsicht der GL SSA.
      Zwischen der GL SSA und einem allfälligen Pächter wird ein Pachtvertrag abgeschlossen. In diesem sind die Pachtbedingungen geregelt. Der abgeschlossene Bierliefervertrag ist einzuhalten.
    2. Die Schützenstube ist nach den Bestimmungen des Clubwirtschaftspatentes zu führen. Die permanente Führung der Schützenstube im 1. OG durch einen Verein ist grundsätzlich ausgeschlossen.
      Für einen allfälligen Festwirtschaftsbetrieb ausserhalb der Restaurationsräume bezahlt der durchführende Verein die im Gebührentarif umschriebenen Kosten. Das Zelt ist Eigentum der SSA Sichtern Liestal. Für dessen Benützung kann direkt mit dem Betrieb SSA Sichtern verhandelt werden.
    3. Bei der Durchführung eines Anlasses (Feldschiessen, Gruppe B/C etc.) hat der Organisator vorgängig mit der GL SSA Sichtern die Konditionen auszuhandeln.
    4. Die Verantwortung für die Inneneinrichtung und das Inventar der Schützenstube liegt im Falle einer Vermietung durch die GL SSA beim Mieter.
  10. Parkplatz:

    1. Motorfahrzeuge und Fahrräder dürfen nur auf den offiziellen Parkplätzen abgestellt werden.
      Das Parkieren auf den Zufahrtswegen zu den Anlagen ist nicht gestattet. Spezielle Regelun­gen bei entsprechenden Anlässen sind vorbehalten. Ausnahmen bewilligt die GL SSA.
  11. Haftung:

    1. Die GL SSA / SPLK übernimmt keine Haftung für Folgen aus Unfällen beim Betrieb der Anla­gen durch die Schiessvereine. Ebenso haftet die GL SSA / SPLK nicht für den Verlust von Vereinseigentum und für Schäden an Vereinseigentum.
  12. Schlussbestimmungen:

      1. Dieses Reglement tritt mit der Genehmigung durch die Geschäftsleitung der Schiesssportanlage Sichtern (GL SSA Sichtern)und der Schiessplatzkommission SPLK in Kraft.
      2. Die GL SSA Sichtern kann Bestimmungen dieses Reglements ändern oder anpassen, allen­falls aufheben und neue Bestimmungen erlassen. Änderungen werden in der SPLK verhan­delt und von der SPLK verabschiedet.
      3. Die Mitgliederliste der SPLK, des Betriebsauschusses und der GL SSA und das Organigramm der Schiesssportanlage Sichtern ist Bestandteil des Schiessplatzreglements. Mutationen wer­den an alle Mitglieder der GL SSA / SPLK weitergegeben.
    1. Integrierende Bestandteile zu diesem Schiessplatzreglement:
      1. Interkommunaler Vertrag vom 16.10.73
        //An Stelle der Stadt Liestal ist die GL SSA Sichtern für den Betrieb verantwortlich //
      2. Öffentliche Urkunde zur Begründung von Stockwerkeigentum und Übertragung von Miteigen­tumsanteilen.// § 712 a ff. ZGB vom 14.11.74//
    2. Aufhebung bisherigen Rechts:
      Folgende Vereinbarungen und Reglemente werden aufgehoben und sind ungültig:
        1. Pflichtenheft Standchef vom 11.10.73
          Nachtrag vom 05.01.73
          Nachtrag vom: 01.02.80
          Nachtrag vom: 30.04.81
        2. Hausordnung vom 08.03.73
        3. Betriebsreglement vom 03.01.74
        4. Reglement Wirtschaftsbetrieb vom 30.05.78

Für die Schiessplatzkommission: (SPLK-SSA Sichtern)

 

Der Präsident:                   Der Kassier:

Ueli Steiner                       Benedikt Müller

 

sig. US                              sig. BM

 

4410 Liestal , 01.02.02

aktualisiert 08.10.2003

                  05.02.2012