153. Rütlischiessen 2018

Pünktlich traf der Zug in Liestal ein und unter der Führung unserer Standartenträgerin Susanne Karrasch bestiegen wir den Eisenbahnwagen mit dem Abteil, das für uns reserviert war. Neu amtete der im letzten Jahr gewählten Grilleur, Matthias Wirth mit Unterstützung seines Kollegen Martin Frei, seines Amtes. Und so wurden wir sogleich mit Trinksamen und einem Sandwich versorgt. Einen Qualitätsunterschied gegenüber den vergangenen Jahren konnte der Schreiberling nicht ausmachen. Ich bewundere jedes Mal, wie gekonnt und ohne einen Tropfen zu verschütten, das Einschenken der Grilleure - vergangene und neue – im fahrenden und teilweise schüttelnden Zug funktioniert. Hatten sie das vorher geübt?

 

Die Zeit verging wie immer sehr schnell und schon bald fuhren wir im Bahnhof Luzern ein. Nach dem obligaten kurzen Fussmarsch zum Hafen konnten wir die tolle Aussicht auf Teile von Luzern und einen Teil der Alpenkette wieder bei Sonnenschein bewundern und da die Schiesskollegen aus dem Kanton Bern rechtzeitig ankamen, konnte das schmucke Schiff bald bestiegen werden. Die Berner Schiesskollegen hatten sogar Musikanten mit dabei, so dass es so richtig gemütlich wurde und eine gute Stimmung auf dem Schiff herrschte. Dabei durfte natürlich das traditionelle Schiffsgetränk, der Kaffee Lutz, nicht fehlen.

Die Ausschiffung in Brunnen und die Einquartierung im schönen Seehotel Waldstätterhof verlief wiederum reibungslos. Und so standen wird schon bald beim obligaten Apéro im Saal gegenüber der Rezeption. Nach der offiziellen Begrüssung, den generellen Anweisungen für alle Teilnehmer und den speziellen Informationen für die Schützen durch Monika Schäfer ging es zum Nachtessen. Wie üblich waren das Essen und der Service im Waldstätterhof vorzüglich. Es wurde viel diskutiert und teilweise auch heftig gegensätzlich politisiert. Als überraschende Attraktion kamen wir in den Genuss von Alphornmelodien, die in unserem Saal von fünf Alphornbläserinnen und Alphornbläser vorgetragen wurden. Und da wir zusammen mit den Feuerschützen von Basel-Stadt im gleichen Saal sassen, kamen wir zudem in den Genuss eines Trommelvortrags.

 

Nach dem Nachtessen teilten sich die Schützenkammeraden wie jedes Jahr in diverse Gruppen auf. Über den weiteren Verlauf des Abends wird hier aus Datenschutzgründen nicht weiter berichtet.

 

Das Frühstücksbuffet im Waldstätterhof lies wieder keine Wünsche offen wie auch das Wetter, zumindest für die Bummler. Es war trocken und warm. So trocken hatte ich das Rütli noch nie erlebt. Und die Sonne schien und blendete leider unsere Schützen. Dazu kam noch ein Missgeschick von Paul Schaub und so kam es, dass die Schützengesellschaft Liestal tendenziell schlechter geschossen hat als zumindest letztes Jahr. Ich habe keinen von unseren Schützen getroffen, der nicht zumindest mit der Situation und seinem Resultat etwas gehadert hatte. Aber zum Glück ist da noch das alljährliche emsige Treiben, Essen und Trinken auf dem Rütli. Es kommt mir jedes Jahr vor wie eine grosse Familie. Gut in diese Familie eingefügt haben sich der Grilleur und sein Kollege der Schützengesellschaft Liestal. Klagen bezüglich ihres Wirkens konnte der Schreibende keine vernehmen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Die echte Bewährungsprobe wird wohl erst noch kommen, weil – was wir uns ja nicht wünschen – das Wetter am Rütlischiessen auch ganz anders sein kann als dieses Jahr.

 

Viel zu schnell war der Rütlischiesstag vorbei und es war Zeit für die Rückfahrt vom Rütli zum Seehotel Waldstätterhof. Nach dem Umziehen der Schützen und der Bummler fand im Gegensatz zu den letzten Jahren diesmal keine Rangverkündigung statt. Es hatte sich gezeigt, dass es in der Vergangenheit immer hektisch zuging, damit man den Zug mit dem reservierten Eisenbahnwagenabteil nach Liestal nicht verpasst. Die Rangverkündigung soll in einem separaten Rahmen und in ruhiger Atmosphäre in Liestal nachgeholt werden. So hat es die Organisatorin, Monika Schäfer, entschieden. Dem Schreibenden bleibt jetzt nur noch, sicher auch im Namen aller Teilnehmer, Monika für die wiederum sehr gute und umsichtige Organisation dieses Anlasses zu danken und der Hoffnung Ausdruck zu geben, dass am nächsten Rütlischiessen wieder mehr Bummler den traditionellen Weg von Liestal via Luzern und Schiff nach Brunnen am Dienstagnachmittag VOR dem Rütlischiessen mitmachen werden.

 

Markus Trautwein

 

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